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Presseartikel

Lernen macht Spass
Seit 1998 haben über 1600 Traktorfahrende aller Altersklassen das eintägige Traktorfahrtraining „Profis fahren besser“ absolviert, das die BUL in Zusammenarbeit mit dem Driving Center Veltheim durchführt. Die meisten Teilnehmenden sind nicht nur zufrieden mit dem Erlebten, sie sind begeistert.

Schafft er es noch? Der Fahrer des Traktors Nr. 1 will mit 36 km/h auf einem schneeähnlichen Belag bremsen und gleichzeitig einem Hindernis ausweichen.
Schliesslich rutscht der unterdessen in Schräglage geratene Anhänger ins Hindernis, doch keine Angst: Wir befinden uns auf der Gleitpiste im Driving Center Veltheim und besuchen den Kurs «Profis fahren besser». Der Fahrer des Anhängerzugs fährt ohne Schaden, aber um eine Grenzerfahrung reicher in die nächste Runde Vollbremsung. Im Alltag gehen abrupte Bremsmanöver nicht immer so glimpflich aus. Kursleiter Sepp Meyer hat im vorangegangenen Theorieteil erläutert, warum die Ausbildung von Fahrern landwirtschaftlicher Fahrzeuge immer anspruchsvoller wird, und in der Praxis manchmal ungenügend ist. Landwirtschaftliche Fahrzeuge weisen oft einen hohen Schwerpunkt und damit ein eher unstabiles Fahrverhalten auf. Trotzdem steigen Gewichte und Geschwindigkeiten solcher Fahrzeuge kontinuierlich. Die Kehrseite davon kann eine erhöhte Unfallgefahr sein. Hohe Gewichte, Belastungswechsel und grössere Abmessungen der Fahrzeuge erfordern vom Fahrer mehr Kenntnisse. Auch die zunehmende technische Komplexität landwirtschaftlicher Fahrzeuge fordert mehr vom Fahrer. Dabei wird die Routine des Fahrers zunehmend wichtig. «Gefährlich wird es unter anderem dann, wenn bei Arbeitsspitzen schnell ein Aushilfsfahrer angeheuert, oder ein Fahrzeug gemietet wird, das der Fahrer kaum kennt», betont Meyer.
Besonders Spezialfahrzeuge, wie Hebefahrzeuge oder überbreite Fahrzeuge dürfen nur mit einer entsprechenden theoretischen und praktischen Instruktion geführt werden. Vermehrt nehmen auch Fahrzeuglieferanten ihre Verantwortung wahr und bieten Schulungen für den sicheren Einsatz ihrer Produkte an. Die verbleibenden Wintertage bieten sich an, um in Ruhe eine Fahrerausbildung zu machen, und die Fahrzeuge zu kontrollieren, warten und möglichst sicher auszurüsten.
Der erste unserer fünf Anhängerzüge setzt sich in Bewegung für eine rutschige Kurvenfahrt, der letzten Herausforderung des Tages: «Wenn der Anhänger im linken Rückspiegel nicht sichtbar ist, dann versuch es vielleicht mal im rechten», rät Kursleiter Sepp Meyer dem Fahrer, der den Anhänger zu spät ausbrechen sah. Trotz, oder eher dank der vielen Fahrfehler haben alle Teilnehmer das Diplom erhalten.
Ruedi Burkhalter „die grüne“
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