Die Waldarbeit ist eine der gefährlichsten Arbeiten auf dem Bauernhof. Der Privatwald umfasst rund einen Viertel der Waldfläche. Dort wurden in den letzten Jahren mindestens ebensoviele tödliche Unfälle registriert wie in der dreimal grösseren öffentlichen Waldfläche. Besonders gefährlich ist das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen, z.B. Sturmholz.
Die Erfahrung lehrt, dass die meisten dieser Unfälle vermieden werden könnten. Es zeigt sich oft, dass Unfälle bei der Holzernte nicht etwa bei den schwierigsten und gefährlichsten Tätigkeiten, sondern meistens durch das Verletzen der einfachsten, elementarsten Grundregeln verursacht werden. Bei der heutigen Mechanisierung und Verfahrenstechnik ist die Holzernte als ausgesprochene Facharbeit anzusehen. Deshalb ist es nötig, dass Landwirte, die im Wald arbeiten, sich wie Berufsholzer ausrüsten sowie aus- und weiterbilden. Wer für Dritte Waldarbeiten ausführt, muss seine Qualifikation nachweisen können. Ein Qualifikationsnachweis schliesst sowohl Erfahrung als auch Aus- und Weiterbildung ein.
Die minimale Sicherheitsausbildung besteht aus den anerkannten Modulen E28, E29 und E30 und dauert 14 Tage. Seit dem 1. Januar 2000 muss sich der Unternehmer zudem einer Branchenlösung gemäss EKAS Richtlinie 6508 anschliessen. Die Branchenlösung agriTOP mit dem Zusatzmodul Waldarbeit ist für bäuerliche Unternehmer die angepasste, richtige Lösung.

Holzerkurse D
Ein Holzerkurs gehört heute zur Grundausbildung. Jeder Landwirt, der im Wald arbeitet, sollte einen Holzerkurs besuchen. Für Arbeiten gegen Entgelt wird in Zukunft ein Fachausweis verlangt.