Betreten von Weiden

wandern mukutafelJede Zaunanlage braucht eine Öffnung als Aus- und Eingang für Tier und Mensch. Am zweckmässigsten sind: Weideroste, Holzgatter, Metallgatter und verstellbare Elektrotore. Bei Durchgängen für Wanderwege ist darauf zu achten, dass notwendige Tore wie Drehkreuze, Dreieckverschläge, Steig- oder Flügelgitter möglichst selbstständig schliessen. Besser ist es, diese Wege auszuzäunen. Das Betreten einer bestossenen Weide durch unbekannte Personen ist ein Risiko, und Zwischenfälle führen immer wieder zu Rechtsstreitigkeiten. Läuft der Stier mit, sind Schilder mit dem Hinweis «Betreten verboten, Stier läuft mit» zu montieren. Warnschilder «Elektrozaun» sind in jedem Fall entlang von Strassen, Spazierwegen, Hausgärten usw. anzubringen. Passanten sind über die Gefahren aufzuklären.
Eine besondere Gefahr stellen Mutterkuhherden dar. Die Tiere entwickeln ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und vertreiben vermeintliche oder wirkliche Angreifer gemeinsam. Besonders gefährlich ist es, wenn beim Durchqueren der Weiden Hunde mitgeführt werden. Menschen können bei einem Angriff der Nutztiere auf die Hunde zwischen die Fronten geraten und überrannt werden. Ein mitlaufender Stier betrachtet den Betreuer oft als Konkurrenten.