Sichtzonen schaffen - bald wieder aktuell!
Paul Müri, Gränichen. Mit der Wärme in den letzten Tagen sind die Maiskulturen zum Teil schon in die Höhe geschossen. Damit wurde an verschiedenen kritischen Strassen-Stellen auch wieder das oben erwähnte, alljährlich auftauchende Problem geschaffen: Die Übersicht geht verloren. Unsicherheit befällt alle diejenigen, welche diese Stellen befahren. Leider ereignen sich jedes Jahr auch schwere Unfälle.
Alle Fahrzeugbenützer und –benützerinnen sind aufgerufen, die kritischen Stellen langsam und vorsichtig zu passieren. An die Landbewirtschafter jedoch geht der Aufruf, dass bei hochwachsenden Kulturen bei Erreichen der kritischen Höhe (etwa 80 cm bei ebenem Terrain) wieder Sichtzonen geschaffen werden. Sie haben dafür zu sorgen, dass Dreiecke von 15 bis 20 Meter Länge mit 2 bis 3 Metern Tiefe allenfalls vorzeitig geerntet werden. Dies ergibt Mehraufwand und Ertragsausfall; unter Umständen beteiligen sich Gemeinden an diesen Kosten.
Es geht schlussendlich aber um die Sicherheit aller, nicht zuletzt um die eigene ! Dort, wo diese Probleme häufig auftauchen, könnte eine dauerhafte Lösung vielleicht auch mit dem Anlegen von Grünstreifen geschaffen werden. Dasselbe gilt auch für Streifen längs von Strassen (Tiefe mindestens 3 bis 4 m), um an den Feldenden sicher mit den Maschinen wenden zu können, ohne die Strassen befahren zu müssen. (Wiesenstreifen können als ökologische Ausgleichflächen angerechnet werden, sofern sie längs der Bearbeitungsrichtung verlaufen).Neben dem Sicherheitsaspekt erübrigt sich eine allfällige Reinigung der Strasse, auf Quersaaten kann eventuell verzichtet werden. Zudem werden die Feldenden durch Wendemanöver nicht total verdichtet, Wasser von Strassen wird im Acker keinen Schwemmschaden anrichten und von der Bodenbearbeitung beschädigte Strassenkoffer sind nicht mehr zu befürchten.