Inverkehrbringen von Maschinen
Schon seit 1997 müssen die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenrichtlinie eingehalten werden. Nur wer nachweisen kann, dass diese Anforderungen eingehalten sind, darf Maschinen verkaufen. Sowohl die EU-Maschinenrichtlinie wie auch europäische (EN) oder internationale (ISO) Sicherheitsnormen geben in der Regel exakt Auskunft über die zu treffenden Sicherheitsmassnahmen.
Im Bundesgesetz über die Produktesicherheit (PrSG) und der dazu gehörenden Verordnung über die Produktesicherheit (PrSV) wird das Inverkehrbringen von Maschinen und Geräten definiert. Die aktuelle Richtlinie 2006/42/EG wird durch die Maschinenverordnung (MaschV) in Schweizer Recht umgesetzt.
 
Sicherheit in die Herstellung integrieren
Die EU-Maschinenrichtlinie schreibt in einem Grundsatzartikel die Art und Reihenfolge der zu treffenden Schutzmassnahmen vor:

  1. Beseitigung oder Minimierung der Gefahr
  2. Ergreifen der notwendigen Schutzmassnahmen gegen nicht zu beseitigende Gefahren
  3. Unterrichtung der Benutzer über Restgefahren und über die sichere Verwendung (Hier wird auf die Bedienungsanleitung und die Warnhinweise hingewiesen.)

Konformitätserklärung
Wer eine Maschine verkaufen will, muss nachweisen, dass er die genannten Grundsätze einhält. Dazu ist die Konformitätserklärung da. Damit bestätigt der Hersteller, dass er eine den Normen entsprechend sichere Maschine gebaut hat. Sie muss vom ihm unterschrieben sein – eine zusätzliche Herausforderung an ihn. Zudem gehört sie wie die Bedienungsanleitung zu jeder Maschine.

Dokumente aushändigen
Der Inverkehrbringer muss beim Ausliefern der Maschine die Bedienungsanleitung und die Konformitätserklärung dem Kunden bewusst übergeben. Der Kunde bewahrt die Dokumente auf und befolgt die Anweisungen daraus. Beim Occasionshandel gehören diese beiden Dokumente wiederum zur Maschine.