01 pferde gespann klIn der Schweiz ist die Zahl der Equiden (Pferde, Ponies, Esel, usw.) in den letzten Jahren von 55'000 auf 100‘000 gestiegen. Davon werden rund 80% auf landwirtschaftlichen Betrieben gehalten.
Wo Pferde gehalten werden, sind oft auch fremde Personen anzutreffen. In Betrieben mit grösseren Pferdebeständen werden i.d.R. Angestellte (regulär, Praktikanten, Aushilfen, usw.) beschäftigt. Im Weiteren bewegen sich auf Pferdebetrieben auch Drittpersonen wie Pensionäre, Reitschüler jeden Alters, Patienten, sowie Besucher von Anlässen, usw.

Gemäss der EKAS-Richtlinie 6508, Anhang 1 weist der durchschnittliche Pferdebetrieb unter anderem folgende Gefahren auf:
- Arbeiten ohne festen örtlichen Arbeitsplatz
- Arbeiten mit hoher mechanischer Gefährdung
- Arbeiten mit Absturzgefahr
- Allein arbeitende Personen
- Manuelles Bewegen von Lasten
Dementsprechend muss ein Pferdebetrieb mit familienfremden Arbeitskräften seiner Beizugspflicht gemäss EKAS-Richtlinie 6508 nachkommen und den Beizug eines Spezialisten, bzw. die getroffenen Massnahmen mit einfachen Mitteln dokumentieren.

In der Pferdebranche besteht bislang jedoch kein Präventionskonzept, das spezifisch auf die Bedürfnisse von Betrieben mit Schwerpunkt der Pferdehaltung ausgelegt ist. Zu den familienfremden Angestellten gehören auch Lehrlinge. Gerade bei den Lehrbetrieben ist es äusserst wichtig, dass der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz eine grosse Bedeutung beigemessen wird.
Im Rahmen des Moduls agriTOP Pferd des Präventionskonzeptes agriTOP wird die EKAS Richtlinie 6508 effizient und kostengünstig erfüllt. Im 2-tägigen Basic-Kurs werden die angehenden Sicherheitsbeauftragten der Betriebe in der Arbeitssicherheit als auch im Gesundheitsschutz mit den ihnen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln vertraut gemacht. Durch diese spezifische Sensibilisierung werden die Gefahren und Risiken auf dem Pferdebetrieb entdeckt, analysiert und mit geeigneten Massnahmen entschärft oder beseitigt. Zusätzlich werden den Sicherheitsverantwortlichen verschiedene Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Die konsequente Umsetzung vom Modul agriTOP Pferd hilft, Ausfälle durch Überforderung, Unfälle oder Berufskrankheiten, die Unfallhäufigkeit und die Unfallschwere zu reduzieren. Damit werden die Kosten und unnötige Umtriebe gesenkt. Weniger Ausfälle bedeuten weniger Schmerz und menschliches Leid.

agriTOP Pferd bietet Ihnen:

  • Hilfsmittel zur Erfüllung der Beizugspflicht gemäss EKAS-Richtlinie 6508
  • Gefahrenermittlung und Risikobeurteilung
  • Unterstützung bei der Umsetzung
  • Beratung vor Ort
  • Allgemeine und pferdespezifische Hilfsmittel zur Umsetzung des Sicherheitssystems

agriTOP Pferd basiert auf dem Präventionskonzept agriTOP. Die Betriebe absolvieren den 2-tägigen Basic-Kurs und sind danach verpflichtet, mindestens alle drei Jahre einen von agriTOP anerkannten Weiterbildungskurs zu besuchen.