28. & 29. August 2013
Hotel Thurgauerhof, 8570 Weinfelden TG

Raupe klDas Thema der diesjährigen UV‐Tagung hiess "Prävention – ein breites Tätigkeitsfeld“. Das „breite Tätigkeitsfeld“ zeigte sich in Diskussionen, Vorträgen und Networking verschiedenster Themen. Die Tagung bot die Möglichkeit, sich über die aktuellen Aktivitäten und Fragen rund um die Prävention in der Landwirtschaft zu informieren und zu äussern.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Unfallgeschehen und der Prävention im Obst-, Wein- und Gemüsebau.

 

Auf der Exkursion gesehen...

BUL Tagung 2013 1000 klWie in anderen Bereichen der Landwirtschaft wünscht die Praxis im Obstbau, dass sich der Fahrer bei sehr niedriger Fahrgeschwindigkeit bei den Ernte- und Pflegearbeiten auch aktiv am Arbeitsprozess beteiligt. Das
Anliegen ist verständlich. Es darf aber nicht auf Kosten der Arbeitssicherheit gehen.
Wird der Traktor vom Arbeitskorb am Heckstapler aus fernbedient, müssen alle möglichen Gefahren erkannt sein und entsprechende Sicherheitsmassnahmen getroffen werden. Mögliche Lösungen kommen hier von den Firmen Kremler und Recher.

BUL Tagung 2013 1025 klHubarbeitsbühnen im Obstbau müssen auch Mindestanforderungen an die Sicherheit einhalten. Es darf nicht sein, dass mitfahrende Personen gefährdet sind, weil z.B. die Bremse in Hanglagen nicht wirksam ist oder die Standfestigkeit nicht ausreicht. Hier zeigte die Firma Forrer eine gute und sichere Maschine.
Dank der Mithilfe weiterer Firmen konnte den Teilnehmern eine interessante Exkursion geboten werden!
Weitere Bilder...

Mitgeschrieben...

Marcel Bäni, SEO-Coaching
"Lernen aus Beinahe-Unfällen ist ein Unfallverhütungsansatz, der schon länger und mit Erfolg genutzt wird. Das Lernpotential nach Beinahe-Unfällen ist sehr hoch und nachhaltig. Dennoch werden Beinahe-Unfälle in den wenigsten landwirtschaftlichen Betrieben konsequent, sozusagen als effiziente Lerngelegenheit genutzt. Zu Unrecht, wie Sie in Kürze feststellen werden. Ursache für die Unterlassung ist weniger der Unwille, als vielmehr eine gewisse Unbeholfenheit, solche Ereignisse nutzbringend für die Unfallverhütung auszuwerten und diese umzusetzen."

Dr. Helmut Otto, SVLFG, Deutschland
"In Deutschland gibt es insgesamt pro Jahr ca. 2.218 Unfälle bei der Arbeit im Weinbau. Ca. 50 % der Unfälle ereignen sich bei der Arbeit im Hof- und Kellerbereich und ca. 50 % bei der Arbeit im Weinberg.
Im Hof- und Kellerbereich liegen die Sturzunfälle an erster Stelle." 

Vera Bracher, agriss
"Die Applikationstechnik beschäftigt die Unfallverhütung in dem Sinn, dass durch eine gezielte Applikationstechnik sowohl der Pflanzenschutz optimiert werden kann, als auch der Anwenderschutz erleichtert wird. Jedoch muss bei den verschiedenen Applikationstechniken der Anwenderschutz immer berücksichtigt werden. Traktorkabinen können eine falsche Sicherheit vermitteln. Eine geschlossene Kabine zum Ausbringen der Spritzbrühe ist kein hundertprozentiger Schutz. So ist der Anwender nur korrekt geschützt, wenn die Kabine der Schutzklasse 4 entspricht und neben Staub (Schutzklasse 2) auch Aerosole (Schutzklasse 3) und Dämpfe (Schutzklasse 4) filtert. Ist dies nicht der Fall, muss sich der Anwender auch in einer geschlossenen Kabine durch die entsprechende PSA schützen."

Klauser Peter, BUL
"Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sind nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung für den Arbeitgeber, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden des Menschen und die Produktivität. Wenn die Arbeitsgestaltung den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Menschen entspricht, ist die körperliche Belastung kleiner.
Man ermüdet weniger schnell und erbringt über längere Zeit eine konstant gute Leistung. In der Regel werden durch ergonomische Massnahmen auch die Kurzabsenzen spürbar gesenkt. Ergonomie lohnt sich also in jeder Hinsicht."

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pdficon small Einladung Tagung 2013