29. & 30. August 2012Traktorsurfer col kl
Hotel Sonne, Wildhaus im Toggenburg

Prävention - Gemeinsam erfolgreich
Unfallverhütung ist ein Gemeinschaftsprojekt! Prävention kann erst erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten am gleichen Strick ziehen.


Ein Rückblick

Pulver LLiselotte Peter; SBLV, SR agriss:
"Von dem Moment an, als unser erstes Kind gehen konnte, war für mich das ruhige Leben vorbei! Obwohl wir nahe der Strasse wohnen und die Zufahrt zu unserem Hof sehr unübersichtlich ist, wäre es für mich undenkbar gewesen, unsere Kinder nur dann draussen spielen zu lassen, wenn ich mich auch im Freien aufhielt. Das bedingte, dass ich ständig mit einem Auge und einem Ohr das Geschehen draussen beobachtete, während ich daneben der Hausarbeit nachging. Der Spiegel auf dem Fenstersims, welcher die Ausfahrt zeigte, hat mir über Jahre gute Dienste geleistet.
Unseren Kindern war auch von klein auf klar, was sie durften und was nicht, wo Gefahren vorhanden waren und wo nicht. Je besser man Gefahrenpotential abschätzen kann, ob grundsätzlich oder spontan, desto weniger kann passieren. Je besser ich ein Kind kenne, desto eher weiss ich, wo ich einschreiten muss und wo ich dem Kind Freiheiten zur eigenen Erfahrung geben kann."


Landolt HHugo Landolt, Landtechniklehrer Kt. SZ
"Vor zirka 20 Jahren hat die BUL eine Aktion mit persönlichen Schutzartikeln lanciert. Vor allem verkaufte die BUL dabei Schnittschutzhosen. Auch ich konnte den Lernenden an unserer Schule Schnitthosen vermitteln. Unter anderem „verkaufte“ ich auch ein Paar Hosen an einen Kollegen. Er ist von Beruf Zimmermann und arbeitete hin und wieder bei einem Bekannten im Wald. Zum Charakter meines Kollegen muss ich noch erwähnen, dass er überhaupt kein „Hauderi“ ist. Erst kürzlich wurde er von seinem Arbeitgeber für 30 jährige Arbeit geehrt. Dabei fehlte er an keinem einzigen Tag an der Arbeit wegen Unfall oder Krankheit. Aber auch dieser vorsichtige und tüchtige Zimmermann, kam zwei Jahre nach der Übergabe der Schutzhosen zu mir um eine neue Ersatzhose zu kaufen. Die erste Schnittschutzhose hatte ihm sein Bein gerettet. Er kam bei seinem Fast-Unfall mit einer kleinen Schramme davon.
Diese kleine wahre Geschichte soll stellvertretend für unsere Arbeiten in der Prävention als Motivation dienen – auch bei Rückschlägen, Unsicherheiten oder sogar bei persönlichen Angriffen von unbelehrbaren Kritikern (Landwirten) – sich immer wieder neu für die Unfallverhütung zu einzusetzen."

cf klCornelia Fürst, agriss
"Mit dem zweiwöchigen Lehrgang „Sicherer Umgang mit Rindvieh“ im Elsass wurde im Herbst 2011 erstmalig eine Ausbildung in internationaler Zusammenarbeit geschaffen. Mit Jean-Marie Davoine vom Institute d’Elevage (F) stand ein versierter Ausbildner mit jahrzehntelanger Berufserfahrung zur Verfügung. Unterstützt wurde er durch Etienne Junod BUL (CH), Absolvent des Original-Lehrganges am Institute de l’Elevage."

"Im Rahmen der agriTOP-Plus-Weiterbildungskurse wird von der BUL nun auch der Kurs „Rindvieh im Griff“ angeboten. Bis im August 2012 besuchten 32 Personen den ganztägigen Weiterbildungskurs auf einem der vier Kursbetriebe. Im Weiteren wurden Kurzschulungen oder Vorträge zum Thema mit rund 180 Teilnehmenden abgehalten. Die Rückmeldungen der Kursteilnehmenden sind durchwegs zufriedenstellend. Sie bewerten den Kurs als „für die Praxis wertvoll“, „auch interessant für erfahrene Rindviehhalter“ und würden ihn ihren Berufskollegen jederzeit weiterempfehlen."

 

Hirter FFritz Hirter, Lohnunternehmer
"Wann haben sie das letzte Mal einen Vertrag in den Händen gehalten?
Aus welchem Anlass studierten sie die verschiedenen Artikel?
Erfahrungsgemäss gibt es zwei Antworten:
1. Sie haben ihn frisch abgeschlossen, dann haben sie noch keine Probleme.
2. Sie haben ein Problem, und suchen eine Antwort auf das Problem.
Das erste Misstrauen in die Sache ist bereits in ihrem Kopf, die Diskussionen beginnen."

"Für mich steht die Arbeitssicherheit an erster Stelle! Der beste Mitarbeiter nützt nichts, wenn er an einer Unfallfolge oder krank zu Hause herumsitzt. Darum ist Prävention ein wichtiges Hilfsmittel zum Schutze der Mitarbeiter, die laufend im Betriebsablauf einfliessen muss. Es braucht das Mitdenken jedes einzelnen, um eine eigentliche Sicherheitskultur aufzubauen. Ein Nutzen davon sind Einsparungen bei Versicherungskosten!"

 

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