Gegengewichtsstapler
In der Landwirtschaft werden vorwiegend Gegengewichtsstapler eingesetzt. Diese wurden von Grund auf für den Warenumschlag konstruiert. Das führt auch bei kompakten Fahrzeugen zu einem hohen Gewicht. Trotzdem sind nur kleine Räder angebaut. Somit dürfen Gegengewichtstapler nur auf befestigten Böden in ebenem Gelände eingesetzt werden.

3 3 7 Standfestigkeit Stapler klKippverhalten
Stapler stehen im Prinzip auf drei Punkten am Boden, da hinten eine Pendelachse verbaut ist. So ist ein Stapler ohne Ladung nicht sehr standsicher, da sich ein Grossteil des Heckgewichtes nur auf die Hinterachse – und damit auf einen Punkt – abstützt. Nimmt man Ladung auf, lastet mehr Gewicht auf der festen Vorderachse, so dass der Stapler stabiler wird.

3 3 7 Traglast klLastaufnahme
Wie jedes andere Hebefahrzeug auch, hat der Gegengewichtstapler eine bauartbedingte Tragfähigkeit. Diese lässt sich am Tragfähigkeitsdiagramm ablesen, das an jedem Stapler zu finden ist. Werden Lasten befördert, muss diese immer so tief wie möglich transportiert werden. Je höher der Schwerpunkt der Last liegt, desto grösser ist das Kipprisiko des Staplers.

Ausbildung
Die seit dem 1.7.2017 veröffentlichte EKAS-Richtlinie verlangt eine Ausbildung für Flurförderzeuge der Kategorie R (u.a. Gegengewichtsstapler, Teleskopstapler). Da sich dadurch die Situation für die landwirtschaftlichen Arbeitgeber und -nehmer geändert hat, erarbeitet die BUL zurzeit ein auf die Landwirtschaft angepasstes Ausbildungskonzept.
pdficon small EKAS-RIchtlinie 6518 "Ausbildung und Instruktion für Bediener von Flurförderzeugen"