Hoflader sind nützliche, aber auch gefährliche Maschinen. Tatsache ist, dass jeder Hoflader durchschnittlich ein Mal pro Jahr stürzt. Seit Jahresbeginn ist deshalb die neue Europäische Maschinenrichtlinie in Kraft, die auch hierzulande Gültigkeit hat. «Inverkehrbringer» von Maschinen und Geräten müssen sich an diese Richtlinie halten. Ergänzend zu der Maschinenrichtlinie gibt es für einzelne Maschinen spezifische Normen. Für viele Betriebe stellt sich die Frage, wie sie ihren betagten Hoflader in Zukunft ersetzen können.

Neue Hoflader nur noch mit Kabine und Rückhaltesystem
Für die Bedienperson auf einem Hoflader war der Schutz bislang zu wenig wirksam, wenn das Fahrzeug kippte oder die Ladung herunterfiel. Hoflader sind für ihren Zweck technisch bedingt schmal gebaut, haben einen hohen Schwerpunkt und meistens eine Knicklenkung. Eine neue Maschinenrichtlinie verlangt nun beim Personenschutz mehr Sicherheit. Das heisst, eine Kabine ist nunmehr auf jedem neuen Fahrzeug obligatorisch und ein wirksamer Schutz vor herunterfallender Ladung wie z.B. Heu- oder Strohballen Wenn aber ein Fahrerschutz montiert ist, muss auch Gewähr geboten sein, dass die Bedienperson im Falle eines Sturzes in der Kabine verbleibt. Dafür braucht es eine Rückhaltevorrichtung, die das Abspringen oder Herausfallen verhindert. Die einfachste Lösung heisst Sicherheitsgurt. Er ist heute schon auf jedem neuen Lader montiert, doch die Tragdisziplin lässt zu wünschen übrig.
Deshalb braucht es Massnahmen gegen den voraussehbaren Nichtgebrauch. Zusätzlich zum Sicherheitsgurt werden Halbtüren oder Bügel montiert, die mit einem Kontaktschalter gekoppelt sind, damit sie wirklich geschlossen werden, bevor man das Fahrzeug bewegt. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist der Sitzkontaktschalter, sodass ein Fahrzeug nicht vom Boden aus gestartet werden kann.