Fräsen von Brennholz
Zahlreiche Unfälle ereignen sich bei der Brennholzverarbeitung. Die wichtigsten Maschinen sind Brennholzfräse, Motorsäge, Holzspalt- und Astholzerkleinerungsmaschinen. Meistens wird das Brennholz mit einer Brennholzfräse geschnitten. Viele Fräsen sind alt und verbraucht. Ein sicheres Arbeiten mit solch verlotterten Geräten ist praktisch unmöglich.
Die meisten Unfälle verursachen klemmende, verknorrte Holzstücke, welche die Hand in die Fräse reissen oder unverkleidete Fräsblätter auf der Unterseite des Rolltisches, ferner Antriebsriemen oder aushängende Rolltische.
12 D-53 klUm ein sicheres Arbeiten an der Brennholzfräse zu ermöglichen, muss sie alle nachgenannten Schutzvorrichtungen aufweisen. Zudem sollen die hölzernen Teile nicht zu stark abgenützt sein. Über dem Fräsblatt benötigt die Fräse eine Schutzhaube mit seitlichem Anschlag. Aus sicherheitstechnischen Gründen sollte diese Schutzhaube mit einer Festhalteund Zuführeinrichtung versehen sein.
Der Rolltisch muss so geführt sein, dass er im Endanschlag nicht selbständig aushängen kann. Das Fräsblatt muss auch unter dem Tisch verkleidet sein. Anstelle eines Gewichtssteines ist als Rückzugvorrichtung eine Feder zu verwenden.
Die Gewichtssteine können durch Sägemehl blockiert werden. In gleicher Art und Weise müssen Wippkreissägen geschützt sein. Diese sind in der Schweiz wenig verbreitet, erlauben aber ein sicheres Brennholzschneiden. Der Schalter für den Elektromotor muss durch die Bedienungsperson vom Arbeitsplatz aus erreichbar sein.
Neue Maschinen dürfen nur mit vollständiger Sicherheitsausrüstung angeboten und verkauft werden. Ältere Maschinen sollten nachgerüstet werden.
Brennholzfräsen dürfen nur von geübten Personen bedient werden, denen auch Zweck und Sinn der Schutzvorrichtungen bekannt sind. Neulinge sind entsprechend gut zu informieren und zu instruieren.
Gegen Lärm und Sägemehl schützt ein Gehörschutz mit Visier oder ein Forsthelm.

Holzspaltmaschinen für Meterspälten
Artikel Forst Holzspaltmaschine klDie Spaltkraft eines Holzspalters für Meterspälten sollte mindestens 16 Tonnen betragen. Die Bedienungselemente müssen als Zweihandschaltung ausgeführt sein. Beachten Sie, dass die Bedienungshebel so angeordnet sind, dass sie ein sicheres und rationelles Arbeiten ermöglichen. Bewährt haben sich Zweihandschaltungen, welche ermöglichen, mit einem Griff (Kralle) das Holz festzuhalten und mit dem andern den Spaltvorgang auszulösen. Damit Sie nicht ermüden, sollen sich die Stellteile möglichst leicht betätigen lassen.
Der Spaltvorgang darf nur von derjenigen Person ausgelöst werden, die das Holz vor dem Keil in die richtige Lage bringt. Das Arbeiten zweier Personen an derselben Maschine ist gefährlich. Deshalb strikt unterlassen. Maschinen, die den aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügen, sollten als Occasionsmaschinen nicht mehr gekauft werden.
Nützlich sind zudem aufgebaute Hilfsmittel, z.B. hydraulische Hebevorrichtung oder Seilwinde. Die Seilwinde hat den Vorteil, dass schwere Stücke nicht nur aufgestellt, sondern auch zugezogen werden können, je nach Länge des Drahtseils. Bewährt haben sich Seilwinden mit begrenzter Zugkraft (ca. 500 kg).

Fräs-Spaltautomaten
12 D-65 klDie Kombination von Fräse oder Kettensäge mit hydraulischer Spaltmaschine ermöglicht ein rationelles Arbeiten mit hohem Sicherheitswert. Es können aber kurze Holzstücke quer vor den Spalter geraten, so dass die Lage von Hand korrigiert werden muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass man dabei mit den Händen ins Fräsblatt gelangt, ist gross. Es sind deshalb nur Maschinen zu kaufen, bei denen das Fräsblatt oder die Kettensäge nach dem Fräsvorgang automatisch ins Gehäuse zurückgeht.
Der Spaltvorgang muss über eine Zweihandschaltung ausgelöst werden, damit die Hände ausserhalb des Gefahrenbereichs bleiben. Spaltet die Maschine automatisch, müssen alle Werkzeuge so abgedeckt sein, dass man nicht hineingreifen kann.
Vorsicht ist geboten beim Eingriff in die Maschine bei Störungen. Da grosse Mengen Material anfallen, sind Zu- und Abfuhr gut zu planen.

Holz- und Schnitzelhacker
Holzhacker müssen einen genügend langen Einfülltrichter und eine beidseits des Bedienungstisches erreichbare 12 D-67 klVorwärts-, Aus- und Rückwärtsschaltung aufweisen. Alle rotierenden Teile (inkl. Gelenkwelle) sind abzudecken.
Tragen Sie anliegende Kleider, keinesfalls lose Ärmel und keine Fausthandschuhe. Die Ärmel der Bluse sollten die Handschuhstulpen umschlingen.
Neue Maschinen sind mit Kranbeschickung und hydraulischem Einzug ausgerüstet, was ein gefahrloses Arbeiten ermöglicht. Ältere Leute und Kinder dürfen Astholz nicht einlegen.
Zum Beheben von Verstopfungen muss die Maschine ausgeschaltet werden. Die Maschine darf erst nach dem Stillstand der Werkzeuge geöffnet werden.