Wer im Wald arbeitet braucht eine spezifische Kleidung. An diese Regel müssen sich auch die Landwirte halten. Beim Kauf persönlicher Schutzausrüstung kann man sich in Fachgeschäften oder bei der BUL beraten lassen.
Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmenden zweckmässige und zumutbare persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen. Er muss dafür sorgen, dass die Schutzausrüstungen jederzeit bestimmungsgemäss verwendet werden.

12 Koerperverletzungen DDas Tragen der persönlichen Schutzausrüstung ist keine Unmöglichkeit, sondern eine Gewohnheit. Der Tragkomfort der Forstkleidung wurde in den letzten Jahren verbessert. Wer sich daran gewöhnt, fühlt sich wohl und sicher. Forstkleider schützen nicht nur vor Motorsäge-verletzungen, sondern auch vor den Launen der Witterung und machen den Holzer sichtbar für die übrigen Beteiligten.
Der Helm schützt vor fallenden Ästen, aber auch vor allfälligen Rückschlägen der Motorsäge. Der Gehörschutz dämpft den Lärm der Motorsäge auf ein tragbares Mass, das Schutzgitter hält Sägemehl und Holzspäne von den Augen fern. Geschützte Augen sehen besser. Dadurch werden Sekundärunfälle, z.B. Ausgleiten oder Schnittverletzungen, vermieden. Je nach Holzart und Lichtintensität sind verschiedene Schutzgitter erhältlich.
Die Lebensdauer eines Forsthelmes beträgt rund 5 Jahre. Sie kann verlängert werden, wenn der Helm trocken und vor Sonnenlicht geschützt gelagert wird. Er ist regelmässig auf Bruchstellen zu kontrollieren. Erhält er einen starken  Schlag, darf er nicht mehr getragen werden. Dies gilt auch dann, wenn keine äusseren Schäden sichtbar sind.
Die Arbeitsbluse muss einen möglichst hohen Anteil an Signalfarbe aufweisen. Arbeitshandschuhe schützen vor Verletzungen, fördern die Durchblutung und dämpfen dadurch die Vibrationen. Die Motorsäge verursacht schlecht heilende Risswunden, gefährdet sind insbesondere die Beine. Deshalb ist das Tragen von Sicherheitshosen mit Schnittschutzeinlagen für alle Motorsägeführer ein Muss.
Zerrissene Schnittschutzhosen sind umgehend zu ersetzen. Das gleiche gilt nach ca. 25 Mal waschen, weil die Schutzwirkung nachlässt. Ein Flicken des Oberstoffes ist erlaubt, wenn der Schnittschutz nicht verletzt ist. Einige Lieferanten bieten einen Aufklebestoff oder Flickservice an. Die Füsse sind durch festes Schuhwerk mit rutschhemmender Sohle zu schützen. Geeignet sind Forstschuhe oder -stiefel. Normale Gummistiefel dürfen für Motorsägearbeiten nicht getragen werden.