Seilwinden
Der Traktor mit einer angebauten Dreipunkt-Seilwinde ist eine schlagkräftige und sichere Rückekombination. Die Seilwinde muss aus Sicherheitsgründen mit folgenden Vorrichtungen ausgerüstet sein:
• Heckschutzgitter
• Totmannbedienung
• Seilbremse
• Rückeschild
Die Seilbremse hält die Last am gespannten Seil, damit sie insbesondere in Hanglagen nicht zurückgleiten kann. Das Heckschutzgitter fängt zurückschleudernde Teile auf und schützt den Fahrer. Traktoren zum Holzrücken müssen unbedingt mit einer Fahrerschutzvorrichtung, am besten einer Kabine, mit gutem Aufstieg ausgerüstet sein. Bei der Wahl der Zugkraft gilt als Richtwert Pro Tonne Zugkraft sollten 10 kW Traktorleistung zur Verfügung stehen. Vor allem wegen des Gewichts des Traktors und der Hubkraft.
Für den Bauernwald sind Winden mit 5 bis 8 Tonnen Zugkraft ideal. Die angegebene Zugkraft wird nur in der untersten Seillage erreicht und nimmt gegen aussen, je nach Trommelgrösse, bis zu 30 % ab.
Artikel Forst Holzrücken Funk klBedienen Sie die Seilwinde entweder aus dem geschützten Fahrerraum, per Funk oder mit einer Leine aus sicherer Distanz. Die Funksteuerung hat die meisten Vorteile, weil die Bedienungsperson den Stamm besser beobachten kann und die Reaktionszeiten verkürzt werden.
Dies deshalb, weil die Bedienungsperson direkt reagieren kann und die Befehle nicht von einer Hilfsperson entgegen nimmt. Es stellt aber die höchsten Anforderungen an den Fahrer, weil er gleichzeitig den Traktor und den Stamm beobachten muss. Die Zugrichtung soll möglichst gerade sein, damit der Traktor nicht seitlich umgezogen wird. Die eingesetzten Hilfsmittel wie Umlenkrollen, Rundschlingen oder Ketten müssen an die Zugkraft der Seilwinde angepasst sein.

Forstanhänger mit Kran
Für Holzmanipulation und -transport werden vermehrt Ladekräne eingesetzt, meist in Verbindung mit Anhängern. Um sicheres Arbeiten mit diesen Maschinen zu gewährleisten, müssen bestimmte Vorschriften, Regeln und Hinweise beachtet werden:

  • Artikel Forst Forstanhaenger klFührerstände müssen so angeordnet sein, dass der Bediener durch die Last oder den Kran nicht eingequetscht werden kann. Der Aufstieg zum Führerstand muss rutschfest und mit Haltegriffen versehen sein.
  • Die einzelnen Steuerungshebel müssen eindeutig gekennzeichnet sein. Ein Schutzbügel rund um die Steuerungseinrichtung verhindert das unbeabsichtigte Betätigen der Bedienungshebel.
  • Ladekräne müssen in Verbindung mit der tragenden Konstruktion gegen Überlastung gesichert sein und die vorgeschriebene Standsicherheit aufweisen.
  • Die Hydraulikschläuche müssen gegen Verdrehen, Reiben und Ziehen geschützt sein. Schläuche im Bereich des Bedienungsplatzes müssen abgedeckt werden.

Krananhänger dürfen nur von gut instruierten Personen bedient werden. Vor Beginn und auch während der Arbeit mit dem Ladekran muss der Bediener den Gefahrenbereich stets im Blick haben. Der Stand des Kranes muss vor der Verwendung gesichert werden. Die Stützbeine sind bei jedem Ladevorgang zu verwenden, wobei auf einen sicheren und festen Untergrund zu achten ist. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Kran in Hanglagen eingesetzt wird.

Weitere Hilfsmittel
Artikel Forst Frontladergreifer klNeben den schon genannten Maschinen kommen im Forst auch andere an den Traktor angebaute Geräte wie Forstzangen am Frontlader, hydraulisch betätigte Rückezangen, Poldereinrichtungen und Forstkräne zum Einsatz.
Richtig eingesetzt, ist auch damit ein sicheres Arbeiten möglich. Voraussetzungen dazu:
• Die Geräte müssen an den Traktor, respektive den Frontlader passen.
• Der Traktor muss richtig ballastiert sein.
• Die Hub- und Zugkraft darf nur soweit ausgenützt werden, wie die Standsicherheit des Traktors nicht gefährdet ist.
• Bedienpersonen müssen entsprechend instruiert werden.
Gefährlich sind jedoch Schleppzangen, die mit einer Kette oben an einem Dreipunktbock befestigt sind. Durch den hohen Anlenkpunkt am Traktor können sie dazu führen, dass sich der Traktor unter Last nach hinten überschlägt.