Für viele Waldbesitzer stellt sich aufgrund der wirtschaftlichen Lage die Frage, ob die Arbeiten an Dritte vergeben oder mit einer verbesserten Mechanisierung selbst ausgeführt werden. Ist letzteres der Fall, ist es wichtig, dass Sie nur sichere und angepasste Maschinen anschaffen und richtig einsetzten.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Maschinen aus der Schweiz oder der EU den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechen. Aber nur, wenn mit der Maschine eine Konformitätserklärung und eine Bedienungsanleitung in der Sprache des Kunden mitgeliefert wird. Vergewissern Sie sich bei jedem Kauf, dass diese Unterlagen dabei sind.
Zur Übergabe einer Maschine gehört die gezielte Instruktion durch den Verkäufer. Machen Sie auch neue Mitarbeiter oder Mieter mit der Maschine vertraut.

Motorsägen
Artikel Forst Motorsäge klMotorsägen ohne funktionierende Kettenbremse dürfen nicht mehr verwendet werden. Die Kettenbremse reagiert, wenn bei laufender Kette mit der Spitze des Schwertes ein Baumteil oder ein anderer harter Gegenstand berührt wird und die Schwertspitze hochschnellt.
Auf dem Markt sind auch Kettensägen verfügbar, bei denen die Kettenbremse durch weitere Vorrichtungen ausgelöst wird. Beim «QuickStop Super» genannten System von Stihl ist die Gashebelsperre so ausgeführt, dass beim Loslassen des Handgriffes sofort die Kettenbremse auslöst.
Artikel Forst Triobrake klHusqvarna hingegen setzt beim «TrioBrake» auf einen zusätzlichen Griff. Dabei wird laut Hersteller nicht nur die Arbeitssicherheit, z.B. bei einem Sturz, erhöht, sondern auch die Arbeitsergonomie. TrioBrake weist durch Auslösen der Kettenbremse auf falsche Körperhaltungen hin.
Mit Katalysator ausgerüstete Motorsägen setzen deutlich weniger Schadstoffe frei. Sondertreibstoffe sind weitgehend frei von Schadstoffen und helfen somit, die Gesundheit und die Umwelt zu schonen. Zudem wirken sie schonend für die Motoren, insbesondere wenn die Geräte nur gelegentlich benützt werden. Beim Transport muss das Schwert mit einem Kettenschutz abgedeckt werden.

Freischneider
12 D-13 klDas Arbeiten mit dem Freischneider verlangt eine geeignete persönliche Schutzausrüstung. Die vorgeschriebene Sicherheitsdistanz von 15 m zur nächsten Person muss unbedingt eingehalten werden.
Verwenden Sie nur geprüfte und geeignete Schneidwerkzeuge gemäss Herstellerangabe. Vor der Inbetriebnahme des Gerätes ist zu prüfen, ob alle sicherheitstechnischen Einrichtungen funktionieren. Betreffend Treibstoff und Betanken gilt das gleiche wie bei der Motorsäge.

Wichtige Sicherheitseinrichtungen:

  • einstellbare, vibrationsgedämpfte Handgriffe
  • Traggurt mit Schnelllöseeinrichtung
  • Gashebel im Totmannprinzip
  • leicht erreichbarer Abstellhebel
  • Werkzeugabdeckung, Transportschutz


Richtige persönliche Schutzausrüstung:

  • Gehörschutz, z.B. Forsthelm
  • Augen- und Gesichtsschutz
  • Handschuhe
  • festes Schuhwerk mit griffigen Sohlen, am besten Sicherheitsschuhe
  • Freischneider- oder Schnittschutzhose mit verstärkter Front schützen gegen Steine, Dornen, Erde, Hundekot usw.
  • wo nötig, reflektierende, signalfarbene Kleidung