In vom Sturm zerstörten Wäldern mit geworfenen, entwurzelten, abgebrochenen, geknickten und hängen gebliebenen Bäumen oder Baumteilen gibt es komplexe Gefahren:

  • 12 D-30 klnicht mehr begehbare, verbarrikadierte Strassen und Wege, erschwerte Zugänglichkeit und Übersicht
  • unberechenbare Spannungen und Kräfte, sowohl beim einzelnen Baum als auch bei ineinander verkeilten Stämmen und Stöcken
  • labile Bäume, Baumteile, Wurzelteller und Steine, die auch noch nach Tagen, Wochen oder Monaten ohne ersichtlichen Grund plötzlich umfallen, umkippen, abstürzen oder abrollen können.

Beim Aufarbeiten von Windwurf-, Schneedruck- und Lawinenholz sind deshalb Qualifikation, Erfahrung und Ausrüstung besonders wichtig. Eine Seilwinde mit genügender Zugkraft ist unerlässlich. Die Lage ist vor Arbeitsbeginn genau zu beurteilen. Am besten wird der zuständige Förster beigezogen.

Die wichtigsten Sicherheitsaspekte sind:

  • Wahl der sichersten Arbeitsmethode
  • Drittpersonen wegweisen
  • Sicherheitsdistanzen einhalten
  • nur mit zweckmässiger, vollständiger und gewarteter Ausrüstung arbeiten
  • Spannungen vor Trennschnitten gründlich beurteilen
  • Bäume nach Stocktrennschnitt entzerren und ausserhalb der Gefahrenbereiche aufarbeiten
  • Gefahrenzonen bei Wurzelstöcken, gespanntem Holz, im Bereich von bewegten Stämmen, Drahtseilen, Seilwinkeln, im Wirkungsbereich von Motorsägen, Forstmaschinen konsequent meiden
  • wo nötig, Wurzelstock sichern


Gespannte Stämme sind lebensgefährlich:
Beim Trennschnitt kann ein gespannter Stamm plötzlich
• seitlich oder aufwärts ausschlagen
• aufspalten
Dabei kann der Motorsägeführer getroffen, weggeschleudert, zerquetscht oder zwischen benachbarten Stämmen ein geklemmt werden.
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