Umso älter Kinder sind, desto mehr entfernen sie sich beim Spielen vom Wohnhaus. Spielen Kleinkinder vor allem in Küche und Wohnstube, zieht es ein Schulkind und seine Gspännli eher ins Heu, zu den Tieren oder auf die Maschinen. Ältere Kinder werden zu wichtigen Helfern bei der Arbeit. Damit Eltern und Kinder sich an dieser Entwicklung freuen können, müssen Kinder rechtzeitig und immer wieder auf Gefahren aufmerksam gemacht werden.
Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, die Sicherheitslücken auf ihrem Betrieb zu orten und danach zu beseitigen.

Feuer und Flamme lassen vieles vergessen
Feuer übt auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Die Versuchung ist gross, selbst ein kleines Feuer zu entzünden. Aber Kinder können noch nicht einschätzen, wie schnell aus einer kleinen Flamme ein grosser Brand entstehen kann und geraten im Brandfall leicht in Panik. Streichhölzer und Feuerzeuge müssen deshalb für Kinder unzugänglich aufbewahrt und nach dem Gebrauch wieder dorthin zurücklegt werden.
 
Lärm erzeugt Stress
Lärm kann nicht nur das Gehör schädigen, er löst auch psychische und physische Stressreaktionen aus. Kinder haben noch einen sehr sensiblen Gehörsinn. Lärmschäden sind nicht heilbar! Das Mass für die Lautstärke ist der Schallpegel in Dezibel dB(A). Bereits unter 85 dB(A) kann das Gehör geschädigt werden. Ein Traktor mit Rahmenverdeck erreicht in etwa einen Lärmpegel von 90 dB(A) und ist somit bereits schädlich für das menschliche Gehör.
Machen Sie Ihre Kinder auf die unterschiedlichen Geräuschquellen aufmerksam und schützen Sie sie mit geeigneten Mitteln davor. Wie kann man selbst schnell feststellen, ob ein Geräusch für das Gehör schädlich ist? Wenn man sich beim Reden anschreien muss, um sich verständlich zu machen, dann liegen die Umgebungsgeräusche über dem zulässigen Mass.
Beim Kauf von Spielzeug kann man darauf achten, dass die vom Spielgerät ausgehenden Geräusche nicht unangenehm laut oder schrill sind.
 
Kinder und Tiere
Kinder lieben Tiere. Der Umgang mit Tieren fördert die positive Entwicklung des Sozialverhaltens und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern. Lebende Tiere sind jedoch kein Spielzeug – und vor allem eine Unfallquelle bei unsachgemässem Verhalten. Deshalb ist es wichtig, den Kindern rechtzeitig den respektvollen Umgang mit Tieren beizubringen, damit keine Gefahrensituationen aus Unwissenheit entstehen können. Generell gilt: Auch gutmütig scheinende Tiere können sich plötzlich unberechenbar verhalten. Das gilt für Grosstiere ebenso wie für Haustiere. Auch im Umgang mit Tieren ist auf die nötige persönliche Schutzausrüstung zu achten.
Bereits einfache Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen, können verhindern, dass Allergien ausgelöst oder ansteckende Tierkrankheiten auf Menschen übertragen werden.
 
Gülle und Gase
Gär- bzw. Schadgase entstehen durch chemische oder biologische Umwandlungsprozesse in Gärkellern, in Güllegruben, aber auch in Hoch- oder Tiefsilos. Kinder können diese Gase nicht sehen, nicht anfassen, mitunter nicht einmal riechen. Eigenschaften, die sogar manch einen Erwachsenen vergessen lassen, wie gross die unmittelbare Gefahr der Schadgase sein kann.
Durch das Freiwerden von Gasen besteht hohe Erstickungs-, Vergiftungs- und sogar Explosionsgefahr! Mit wirksamen, fest installierten Gebläsen können Schadgase aus dem Gärraum entfernt werden.