Die Landwirtschaft ist diejenige Branche mit der dritthöchsten Unfallhäufigkeit bezogen auf 1000 Arbeitnehmende. In den letzten 10 Jahren ereigneten sich total 462 registrierte tödliche Unfälle in der Landwirtschaft. Davon betrafen mindestens ½  den Umgang mit Maschinen und Fahrzeugen. Diese Unfälle wurden früher durch mangelhafte Maschinen mitverursacht. Heute ist es zunehmend der falsche Umgang mit sicheren Fahrzeugen und Maschinen, der zu schweren Unfällen führt. Bei Betriebsstörungen und Stresssituationen werden die einfachsten Sicherheitsregeln missachtet. Oft sind den Landwirten auch die Gefahren durch hydraulische Antriebselemente oder elektronische Steuerungskomponenten zu wenig bekannt. Landwirte und Lohnunternehmer sind einem hohen Erfolgsdruck ausgesetzt. Dieser ist sowohl Wetter- als auch Einkommensbedingt. Alles sollte gleichzeitig gemacht werden. Dieser Druck erhöht die Eile und damit das Unfallrisiko.
Viele Fahrer gehen mit ihren Fahrzeugen zu hohe Risiken ein, insbesondere am Hang. Immer noch gibt es eine grosse Anzahl alte Traktoren ohne Fahrerschutz. Das Obligatorium für Fahrerschutzvorrichtungen besteht gemäss Strassenverkehrsgesetz seit dem 1. Oktober 1978. Eine generelle Nachrüstung ist für die mehr als 30 Jahre alten Traktoren nicht generell vollziehbar, da die verschiedensten Typen nicht mit geprüften Schutzvorrichtungen ausgerüstet werden können. Ohne die Kontrolle jedes einzelnen Fahrzeugs, würde die Nachrüstung nicht funktionieren. Jedoch soll die freiwillige Nachrüstung mit Fahrerschutzvorrichtungen nach wie vor gefördert werden.
3 2 Haecksler klSicherheitsgurten werden in landw. Fahrzeugen vermehrt eingebaut, aber nicht getragen. Vom Strassenverkehrsgesetz her müssen sie getragen werden, falls vorhanden und die Geschwindigkeit mehr als 25 km/h beträgt. Im Hanggelände sollten aber Sicherheitsgurte immer getragen werden, damit man bei einem allfälligen Sturz nicht aus dem Fahrzeug geschleudert wird.

Dem will man durch die Kampagne „Safe at Work“ entgegenwirken. Die von den Maschinen ausgehenden Gefahren sind vielen Anwendern nicht bewusst - sie haben gelernt, damit zu leben!