Gelenkwellen
Weil die Gelenkwelle bei jedem An- oder Abkuppeln, aber auch während des Betriebes mechanisch belastet wird, ist eine sinnvolle Anordnung der Überlastkupplungen, Weitwinkelgelenke und Schutzvorrichtungen wichtig. Um Unfälle mit Gelenkwellen zu vermeiden, müssen Anschlüsse, Gelenke und die Welle selbst allseitig gegen Zugriff geschützt sein.

Diese Anforderung kann nur folgende Ausrüstung erfüllen:

  • Schutzschild seitlich und über dem Anschluss des Traktors (Masterschild gemäss ISO 500 oder gleichwertig)
  • Schutztrichter für das Gelenk traktorseits
  • Schutzrohr zusammenschiebbar
  • Schutztrichter für das Gelenk geräteseits
  • Geräteschutztopf an der Maschine
  • Halteketten an der Gelenkwelle, die das Mitdrehen der Schutzrohre verhindern
  • Aufhängekette oder Ablagevorrichtung an der Maschine, die als Halterung der Gelenkwelle bei Nichtgebrauch dient.


Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme, ob die Schutztrichter und Schutzrohre mit unterschiedlicher Abwinkelung nicht anstossen. Die Halteketten, die das Mitdrehen der Schutzrohre verhindern, sind so einzuhängen, dass eine ausreichende Bewegungsfreiheit der Gelenkwelle gewährleistet ist. Die abgekoppelte Gelenkwelle ist in die vorgesehene Halterung zu legen. Die Haltekette an der Gelenkwelle darf nicht zu deren Aufhängen in Ruhestellung benutzt werden. Als Aufhängevorrichtung sind auch alte Keilriemen nützlich. Qualitativ gute Gelenkwellen und Schutzvorrichtungen haben, mit der nötigen Sorgfalt behandelt, eine wesentlich längere Lebensdauer. Die Beschädigung einer Gelenkwellenschutzvorrichtung ist nicht immer vermeidbar, deren Instandhaltung ist eine Daueraufgabe.

3 2 2 Gelenkwellenschutz

Zahnrad- und Kettenantriebe
Zahnrad- und Kettenantriebe sind allseitig gegen Zugriff zu schützen, da sie z.B. ein Kleidungsstück an jeder Stelle erfassen können. Zum Schmieren muss die Schutzvorrichtung an geeigneter Stelle eine Schmieröffnung aufweisen. Bei langen, langsam laufenden Ketten, z.B. Kratzboden, sind zumindest die Auflaufstellen zu schützen.

Flach- und Keilriemenantriebe
Grundsätzlich sind Flach- und Keilriemenantriebe allseitig zu umwehren. Bei stationären Maschinen kann diese Forderung praktisch immer eingehalten werden. Ausserhalb der Reichweite genügt die Abdeckung der Einzugs- und Auflaufstellen. Gute Schutzvorrichtungen für Ketten-, Zahnrad- und Keilriemenantriebe bieten auch Schutz gegen Schmutz- und Fremdkörpereinwirkungen. Drehen mit dem Antrieb weitere gefährliche Teile, z.B. vorstehende Welle mit Keilnute, sind auch diese abzudecken. Speichenräder und ähnliche Antriebsteile sind ebenfalls vollständig zu verdecken. Die Halterungen der Schutzvorrichtungen müssen den auftretenden Belastungen (Vibrationen usw.) standhalten und sind regelmässig zu kontrollieren.