Gemäss in- und ausländischen Untersuchungen stehen 15–20% aller landwirtschaftlichen Unfälle im Zusammenhang mit Tierhaltung und -pflege.
Besonders in Berggegenden dürfte dieser Anteil noch höher sein, weil dort die Viehwirtschaft dominiert. Es handelt sich bei diesen Prozentwerten um direkt vom Tier verursachte Unfälle. In über 50% der Fälle ist der Betriebsleiter betroffen. Melken, An- und Umbinden sowie Füttern sind unfallträchtige Tätigkeiten. Aber auch Führen, Verladen, Klauenpflege, Geburtshilfe usw. bergen Gefahren.
Selbst Kleintiere können Unfälle verursachen. Nicht zu vergessen sind die von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankeiten, die sog. Zoonosen. Zunehmend ist auch die Rinderhaarallergie. Mit den richtigen Hygienemassnahmen, z.B. einer Schmutzschleuse, lassen sich viele Gesundheitsrisiken vermeiden.

Verhalten von Nutztieren
risigu staub klWer sicher mit Tieren umgehen will, muss deren Verhaltensweisen kennen. Geduld, genaues Beobachten, Sorgfalt und Tierliebe sind weitere Voraussetzungen dazu. Grober Umgang wirkt sich schlecht auf den Charakter und das Wohlbefinden der Tiere aus. Tiere dürfen aber auch nicht verhätschelt werden. Ein Schafbock, der als Lamm viel gestreichelt wurde, kann im Alter sehr bösartig werden.
Das gleiche gilt für Stiere. Tiere greifen Menschen – ausser bei Tollwut – nicht grundlos an. Sie fühlen sich bedroht, verteidigen ihre Jungen oder den Futtertrog. Angriff aus Selbstverteidigung kommt vor allem bei scheuen Tieren vor. Wenn man das Drohgebaren der verschiedenen Tiere kennt, kann man sich vor Angriffen schützen. Sehr selten gibt es aber doch Tiere, die den Menschen grundlos oder aus reinem Jagdtrieb angreifen, sie sind abzutun, auch wenn sie sonst einen zutraulichen Eindruck erwecken.


 

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Ein viel diskutiertes Thema ist die Frage, wie die Kühe einer Herde auf einen Hund reagieren. Wir haben den Test gemacht: