03 Stier Weide

Besondere Gefahren gehen von Stieren aus. Der Stier fühlt sich als Beschützer der Herde. Er kann daher den Betreuer angreifen und ihm schwere oder tödliche Verletzungen zufügen. Einige Vorsichtsmassnahmen verringern das Unfallrisiko:

  • Zuchtbullen sollten in Buchten oder Ständen gehalten werden, die dem Betreuer die Flucht ermöglichen. Dazu eignen sich Absperrungen aus senkrechten Pfosten mit 30–40 cm Zwischenraum. Dies macht das An- und Abbinden wesentlich sicherer.
  • Für das Führen von Stieren sind Führstangen, 120 bis 140 cm lang und griffig, die am Nasenring befestigt werden, wichtige und effiziente Hilfsmittel. Einen Nasenring müssen Stiere tragen, wenn sie mehr als 12 Monate alt sind.
  • Enthornte Stiere sind ruhiger.
  • Für das Durchführen von Natursprüngen ist ein von allen Seiten zugänglicher Sprungstand zu errich ten. Brünstige Kühe versuchen, den Begleiter zu bespringen. Deshalb müssen sie besonders gut beobachtet und geführt werden.
  • Wenn ein Stier grundlos aggressiv wird oder den Respekt vor Menschen verliert, ist er unverzüglich zu schlachten.