Im dichter werdenden Verkehr sind auch die Landwirte mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen immer länger unterwegs. Manchmal reicht es kaum, um die Fahrzeuge flott zu machen und während der hektischen Fahrt macht sich noch das Natel bemerkbar. Insgesamt nicht gerade optimale Voraussetzungen für eine sichere Fahrt. Hans Stadelmann, BUL
 
Führer von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen müssen auf Fahrten zwischen Hof, Feld und Wald Führer- und Fahrzeugausweise nicht mitführen.
Auf öffentlicher Verkehrsfläche gilt das Strassenverkehrsgesetz. Viele sind der Meinung, dass privates Gelände nicht dazu gehört. Das stimmt aber so nicht. Zur öffentlichen Verkehrsfläche gehört alles, was für Jedermann frei zugänglich und nicht eingezäunt ist, auch wenn es privates Gelände ist. In der Regel gehört bereits der Hofplatz dazu. Auch Hoflader, selbstfahrende Mischwagen etc. müssen also eingelöst sein oder mindestens eine Haftpflichtversicherung haben.

Vor Antritt einer Fahrt ist der Fahrer eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges verpflichtet, unter anderem Bremsen, Licht, Blinker und Rückspiegel von Zugfahrzeug und Änhänger zu überprüfen. Erfahrungsgemäss wird diese Aufgabe gerade zur hektischen Erntezeit wenig ernst genommen.
Heute ist die Sicherung der Ladung eine Selbstverständlichkeit, auch auf kurzen Strecken. Vorbei sind die Zeiten, wo man mit ungesicherter Ladung einfach langsam und vorsichtig gefahren ist.
Fahrer landwirtschaftlicher Fahrzeuge müssen sowohl nach vorne, als auch seitwärts und nach hinten ausreichende Sicht haben, gegebenenfalls via Rückspiegel.
Alkohol am Steuer ist auch bei Fahrern von landwirtschaftlichen Fahrzeugen nur bis 0,5 Promille straffrei. Allerdings kann der Fahrer bei der Verwicklung in einen Unfall schon mit weniger Promille Ärger bekommen.
Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anhängerzüge müssen vor dem Verlassen ausreichend gegen Wegrollen gesichert werden, insbesondere auf abschüssiger Straße. Dazu sind gegebenenfalls auch die Unterlegkeile einzusetzen.

Wer mit Anhängern 40 km/h fahren will, muss einerseits Anhänger haben, welche für diese Geschwindigkeit gebaut sind und diese zudem einlösen.
Alle über 2,55 m breiten Arbeitsanhänger sind Ausnahmefahrzeuge und müssen braun eingelöst sein.
Auch selbst gebaute oder umgebaute Anhänger, mit Jahrgang 1970 und jünger, müssen ein Herstellerschild tragen mit Namen, Baujahr, Gesamtgewicht und neuerdings auch Achslasten. So kann man Verkehrskontrollen elegant bestehen, vorausgesetzt natürlich, dass die Limiten eingehalten sind.
Wenn sich hinter landwirtschaftlichen Fahrzeugen längere Kolonnen bilden, ist der Fahrer verpflichtet, an geeigneter Stelle anzuhalten und die Kolonne passieren zu lassen. Das vermindert einerseits riskante Überholmanöver und tut dem Image gut.