Bezogen auf 1000 Arbeitnehmende ist die Landwirtschaft jene Branche mit der dritthöchsten Unfallhäufigkeit. So wurden in den letzten zehn Jahren in der Landwirtschaft 462 tödliche Unfälle registriert. Bei mindestens der Hälfte waren Maschinen und Fahrzeuge involviert. Die Unfallprävention mit ihren Sicherheitschecks kämpft dagegen an.

Landwirte und Lohnunternehmer sind sowohl wetter- als auch einkommensbedingt einem hohen Erfolgsdruck ausgesetzt. Dies bringt Hektik und damit das erhöhte Unfallrisiko.

Gefahren erkennen
Drillmaschinen werden heute vielfach in kombinierten Systemen betrieben. So sind auf Einzelkornsämaschinen zusätzliche Aggregate für die Ausbringung von Dünger und Pflanzenbehandlungsmitteln installiert. Andere Sämaschinen sind wiederum direkt auf den Bodenbearbeitungsgeräten aufgebaut. So ergeben sich folgende Gefahren:

  • An ungeschützten Kettenantrieben von Einzelkornsämaschinen und Setzgeräten können Kleidungsstücke mitgerissen werden und es kann zu gravierenden Körperverletzungen kommen.
  • Wegen der engen Anbaudistanz zwischen Gerät und Traktor können Scher- und Quetschwirkungen zu Verletzungen führen.
  • Beim Auf- und Absteigen vom fahrenden Traktor wird der Fahrer von Traktor oder Kreiselegge erfasst.
  • Giftiger Staub, Flüssigkeiten und Dämpfe von Spritz- und Düngemitteln gelangen durch die Haut und die Lunge ins Blut.
  • Eine angehobene Maschine kann sich absenken und die Bedienperson erdrücken, die darunter eine Reparatur oder einen Wartungsauftrag ausführt.

 

pdficon small Ganzer Artikel: Drillmaschinen zeigen ihre Zähne