UV-Schutz-Kampagne 2026
Erfolgreiche Umsetzung
Von Mitte Mai bis Ende Juni 2026 führte die BUL im Auftrag der Suva die UV-Schutz-Kampagne auf 46 Gemüse-, und Weinbaubetrieben in der Schweiz durch. Insgesamt wurden 52 Schulungen durchgeführt und rund 1'750 Mitarbeitende auf die Gefahren der UV-Strahlung und den richtigen Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien sensibilisiert.
Praxisnahe Schulungen
Die Schulungen fanden direkt auf den Betrieben statt und dauerten in der Regel 15 bis 20 Minuten. Je nach Betrieb wurden sie in Lagerhallen, Werkstätten, Gewächshäusern oder im Freien durchgeführt. Ziel war es, die Mitarbeitenden für die gesundheitlichen Risiken der UV-Strahlung zu sensibilisieren und ihnen einfache, praxistaugliche Schutzmassnahmen aufzuzeigen.
Gesundheitsrisiken durch UV-Strahlung
Ein zentraler Bestandteil der Schulungen war die Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen einer hohen UV-Belastung. Personen, die regelmässig im Freien arbeiten, sind während ihrer Arbeitszeit einer mehr als doppelt so hohen UV-Belastung ausgesetzt wie durch Ferien- und Freizeitaktivitäten zusammen. In der Schweiz werden jährlich rund 1'000 Fälle von Hautkrebs auf eine ungenügende UV-Schutzmassnahme am Arbeitsplatz zurückgeführt. Besonders häufig tritt heller Hautkrebs an stark exponierten Körperstellen wie Lippen, Nase, Stirn, Ohren und Nacken auf.
Konsequenter Sonnenschutz
Können Arbeiten zwischen April und September nicht im Schatten ausgeführt oder zeitlich so geplant werden, dass direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden wird, sind konsequente Schutzmassnahmen unerlässlich. Dazu gehören, ein Sonnenhut mit Nackenschutz, eine UV-Schutzbrille, geeignete Kleidung sowie das regelmässige Eincremen aller unbedeckten Hautstellen mit ausreichend Sonnencreme. Erfahrungsgemäss wird häufig zu wenig Sonnencreme aufgetragen oder zu selten nachgecremt.
Praktische Demonstrationen
Grossen Anklang fanden die praxisnahen Demonstrationen. Besonders eindrücklich waren die Aufnahmen mit der UV-Kamera, welche sichtbar machten, welche Hautpartien gut eingecremt waren und wo der UV-Schutz fehlte. Ergänzt wurden die Schulungen durch UV-Schutzkleidung, UV-Armbänder sowie Informationen zur richtigen Anwendung von Sonnencreme.
Quiz und Nachhaltigkeit
Zum Abschluss jeder Schulung wurde ein Quiz mit fünf Fragen durchgeführt. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhielten UV-Schutzprodukte als Preise. Alle Teilnehmenden unterschrieben zudem das Plakat «Sonnencreme – Ich war an der Schulung 2026 dabei», das anschliessend gut sichtbar im Betrieb aufgehängt wurde und nachhaltig an die Schutzmassnahmen erinnert.
Beratung der Betriebsleitungen
Im Anschluss an jede Schulung wurden die Betriebsleitungen über ihre gesetzlichen Pflichten informiert und zu geeigneten UV-Schutzprodukten sowie persönlicher Schutzausrüstung beraten.
Positive Bilanz
Die Rückmeldungen der Betriebe und der Teilnehmenden waren durchwegs sehr positiv. Die Kampagne hat das Bewusstsein für die Gefahren der UV-Strahlung nachhaltig gestärkt und einen wichtigen Beitrag zur Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen sowie zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden geleistet.