Hydraulische Anhängerbremsen: Grenzen kennen, Sicherheit erhöhen
Strengelbach, 25.01.2026 - Fällt der Motor eines Traktors mit hydraulischer Ein- oder Zweileiter-Anhängerbremse aus – etwa durch einen technischen Defekt oder weil bergauf der Diesel ausgeht – steht gleichzeitig die Hydraulikpumpe still. Das Bremssystem baut keinen Druck mehr auf; die Bremswirkung am Anhänger ist nicht mehr gesichert.
In der Folge schiebt der Anhänger den Traktor unkontrolliert talwärts und die traktorseitige Betriebsbremse reicht häufig nicht aus, um die Gesamtmasse in steilem Gelände zuverlässig zu halten. Ein unkontrolliertes Zurückrollen kann innert Augenblicken zu Kollisionen, zum Abdriften über eine Kante oder gar zu einem Umsturz mit tödlichem Ausgang führen. Deshalb ist das konsequente Tragen des Sicherheitsgurts Pflicht: Nur so bleibt die Fahrerin bzw. der Fahrer im Schutzraum und wird vor schwersten Verletzungen bewahrt.
Technisch bietet ein Zweileiter-Druckluftsystem einen klaren Sicherheitsgewinn. Die Anhänger-Luftkessel liefern auch bei Motorstillstand die notwendige Energie, damit der Anhänger gebremst bleibt und das Gespann am Hang stabil gehalten werden kann.
Entscheidend sind ausreichend dimensionierte Kessel, ein korrekt eingestellter lastabhängiger Bremskraftregler (40 km/h) oder ein korrekt eingestellter manueller Bremskraftregler (30 km/h) sowie dichte, funktionsfähige Leitungen und Kupplungen.
Zur guten Praxis gehören Bremsproben beim Anfahren, regelmässige Funktionskontrollen (Dichtheit, Druckaufbauzeit, gleichmässige Bremswirkung) und konsequentes Gurttragen.
So erhöhen Sie Ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer.