Zusatzgeräte an landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen sind bis zu einer Breite von 3,5 m gestattet (Art. 27, Abs. 2 VTS). Wer mit Anbaugeräten auf der Strasse verkehrt hat zu beachten, dass diese bei Abbiegemanövern ausschwenken, was andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Das Abbiegen soll deshalb nicht zu brüsk erfolgen. Besondere Vorsicht ist gegenüber Fussgängern, Rad- und Motorradfahrern geboten. Das Mitfahren auf Anbaugeräten auf der Strasse ist zu gefährlich. Damit die Lenkfähigkeit des Traktors erhalten bleibt, muss die Vorderachslast mindestens 20% des Betriebsgewichtes (Traktor inkl. Anbaugerät) betragen (Art. 73 VRV). Gefährliche, vorstehende Spitzen, Schneiden und Kanten sind abzudecken (Art. 67 VTS

Beleuchtung, Markierung
(Art. 68, VTS Art. 58 VRV)
Anbaugeräte müssen stets mit runden oder viereckigen Rückstrahlern ausgerüstet sein, nach vorne weiss, nach hinten rot. Geräteteile, die den Traktor seitlich um mehr als 15 cm überragen, müssen mit schwarz/gelb oder rot/weiss gestreiften Tafeln, Wimpeln oder Balken, die von vorne und hinten sichtbar sind, markiert sein. Werden Rücklichter oder Richtungsblinker des Traktors verdeckt, müssen am Gerät Ersatzvorrichtungen, d.h. Beleuchtungsvorrichtungen aufgebaut sein. Dies trifft insbesondere für Sämaschinen, Düngerstreuer, Anbauspritzen usw. zu.
Durch gezieltes Anheben von Anbaugeräten, kann man das Verdecken der Schluss- und Blinklichter des Traktors manchmal vermeiden (z.B. bei Kreiselheuern, Düngerstreuern, Heckschaufeln). Beleuchtungsvorrichtungen dürfen max. 1,9 m, in Ausnahmefällen 2,1 m über Boden angebracht werden. Deshalb ist es möglich, anstelle von Markierlichtern Beleuchtungsvorrichtungen zu verwenden. Überragt das Anbaugerät die Lichter des Traktors seitlich um mehr als 40 cm, sind nachts und wenn die Witterung es erfordert, Markierlichter anzubringen. Diese müssen nach vorne weiss, nach hinten rot leuchten. An Einzelteilen, die das markierte Anbaugerät nach hinten um mehr als 1 m
überragen, ist ein Signalkörper anzubringen. Anbaugeräte sollten von den Herstellern möglichst auffällig bemalt werden. Schutztücher an Kreiselmähern, Kreiselschwadern usw. sollten deshalb gelb und nicht grau sein. Durch solche Massnahmen kann die Sichtbarkeit landwirtschaftlicher Anbaugeräte im Strassenverkehr wesentlich erhöht werden.

Länge, Überhang nach hinten und nach vorne
(Art. 164 VTS, Art. 65 und 73 VRV )
Die Länge von Anhängern oder Motorfahrzeugen mit Zusatzgeräten darf max. 12 m betragen. Vorübergehend angebrachte, erforderliche Zusatzgeräte an landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen sowie an gewerblichen Traktoren auf landwirtschaftlichen Fahrten dürfen höchstens 4,00 m vor die Mitte der Lenkvorrichtung reichen, Ladung bis 3,00 m nach vorne. Spezialfälle bedürfen einer Ausnahmebewilligung durch das kantonale Strassenverkehrsamt.

3 1 10 Fahrzeuglaenge

Seitenblickspiegel
(Art. 112 VTS)
Bei Motorwagen, bei denen Fahrzeugteile, Arbeits- oder Zusatzgeräte nach vorne mehr als 3 m vor die Mitte der Lenkvorrichtung reichen, sind Seitenblickspiegel erforderlich. Diese müssen eine Spiegelfläche von je 300 cm2 aufweisen und sind möglichst weit vorne anzubringen. Sie sind auf fast allen Frontanbaugeräten an Traktoren erforderlich.