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15.06.2026

Agrisano-Pressemitteilung 25/26 – 15. Juni 2026: Gefahren beim Pflücken vermeiden

Zeitdruck ist oft die Ursache für Unfälle. Manche Arbeiten sollten deshalb besonders bedachtsam ausgeführt werden. Dazu zählt das Obstpflücken, das dank funktionstüchtigem Werkzeug und der richtigen Technik bedeutend sicherer wird.

Die Ernte von Baumfrüchten wie Kirschen hat bereits begonnen – und damit steigt auch das Risiko von Stürzen. Schon aus drei bis fünf Metern Höhe kann ein Sturz schwerwiegende Folgen haben: Kopfverletzungen können zu Invalidität oder sogar zum Tod führen. Häufig erfolgt der Aufprall jedoch auf den Rücken, was ebenfalls schwere Verletzungen bis hin zu Querschnittlähmungen verursachen kann.

Leitern zum Saisonstart überprüfen
Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) sind beim Obstpflücken folgende Regeln besonders wichtig: Die Leiter muss in einwandfreiem Zustand sein, sie muss richtig am Baum angestellt und zudem im Boden verankert werden. Vor jeder Saison sollten die Leitern und insbesondere ihre Sprossen überprüft werden. Grundsätzlich sollten Leitern nur an vertrauenswürdige Äste angestellt werden. Ein Drehen der Leiter wird durch metallene Spitzen verhindert oder durch das Eingraben der Füsse. Oben sind Leitern mit Klemmgurten, Stricken oder anderen geeigneten Hilfsmitteln festzubinden.

Sicheres Verhalten auf der Leiter
Zum Pflücken sollte Pflückgeschirr verwendet werden, das am Körper oder an der Leiter festgebunden werden kann. Der Obstpflückgurt, den die BUL vertreibt, hat eine Halterung für das Pflückgeschirr und wird über einer Sprosse mit zwei Schlaufen an beiden Holmen befestigt. So lässt es sich einfach und schnell pflücken. Zudem ist festes Schuhwerk wichtig und nicht zuletzt das richtige Verhalten auf der Leiter: nicht zu weit hinauslehnen und regelmässig Pausen machen, besonders bei heissem Wetter.

«Wenn ich es eilig habe, mache ich extra langsam.» (Hansruedi Boesch, Landwirt aus Niederuzwil SG)

Eine Taggeldversicherung und eine Risikovorsorge für Invalidität und Todesfall helfen, zumindest die finanziellen Folgen eines Unfalls zu mildern. Die Beraterinnen und Berater der Agrisano-Regionalstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg, sind beim Aufbau eines passenden Versicherungsschutzes gerne behilflich.

Christian Scharpf
Geschäftsleiter
Agrisano
Tel. 056 461 71 11
www.agrisano.ch